Dienstleistung und Werkleistung


Baukunst ist seit Menschengedenken die wichtigste Errungenschaft der Menschheit. 

Die Errichtung eines Bauwerks ist daher eine der komplexesten, in sich geschlossenen Einheiten, die durch Menschenhand geschaffen wird.

Um ein Bauwerk zu erstellen, ist eine enorme Fachkenntnis und handwerkliches Können erforderlich, um jedes Detail von Anfang bis Ende zu durchdenken.

Jedes einzelne Gewerk ist auf Wissen und Erfahrung aufgebaut und entwickelte sich in einem ständigen Prozess durch neue Werkstoffe, Maschinen  und optimierung der Arbeitsabläufe immer weiter.

Alleine die Organisation, um die Gewerke nacheinander zeitlich zu verbinden, und ein optimales Ergebnis zu erreichen, muss schon in der Logistik und in der Planung bedacht werden.

Ein Handwerker wie man weiß, ist nicht gleich ein Handwerker, es gibt gute und weniger gute.

Um die richtige Wahl zu treffen und für den Kunden die Verantwortlichkeit zu führen, bedarf es einer Unmenge an Erfahrung und Einschätzung der Leistungsfähigkeit, um die Komponenten auszuwählen. 

 

Das Vertrauen, das ein Bauherr oder Kunde uns entgegen bringt, ist das langfristige Kapital unseres Unternehmens!



Die Leistung der Gewerke im einzelnen :


Tiefbau und Gründung:

 

Diese Arbeiten umfassen die Reinigung und Vorbereitung des Grundstücks.

 

Abschieben von Mutterboden bis auf den gewachsenen Boden. Ausschachten der Fundamentgräben. Der hier entstandene Aushub wird dann je nach Bedarf gelagert oder abgefahren. Ein Filterflies zum Schutz der Frostschürze wird ausgelegt. Schotter wird dann in die Fundamentgräben und auf der Grundfläche des Hauses verteilt und dann maschinell verdichtet, so dass die statische Tragfähigkeit für das Haus gegeben ist. Grundleitungen für die Entwässerung und das Mehrspartenrohr für die Hausanschlüsse sowie der Fundamenterder werden dann verlegt und eingebaut.

 

Die Grundleitung sowie das Mehrspartenrohr enden dann einen Meter von der Gebäudekante entfernt. Somit wäre ein Leistungsbereich abgeschlossen. Ab da beginnen die Kanalbauer und die Stadtwerke/Energieversorger ihre Arbeit. Bei Bedarf werden vom Tiefbau auch Pflasterarbeiten wie z. B. Hauszuwegungen, Einfahrten und Terrassen erstellt. Wird ein Keller gebaut, ist der Aufwand ein ganz anderer. Hier müssen zuvor Sonden-Bohrungen gemacht werden, um festzustellen, in welcher Tiefe das Grundwasser steht. Sollte das Grundwasser höher als 2,80 m stehen, wird eine Wasserhaltung notwendig. Das heißt im günstigsten Fall, dass nur ein Schacht mit einer Tauchpumpe notwendig ist; im schlechtesten Fall, bei seitlich einlaufenden Wasser, muss das Grundwasser abgesenkt werden. Die Kosten hierfür belaufen sich auf ca. 15 bis 20% der Kellerbaukosten.

 

Nach geologischer Prüfung des Untergrundes wird die Baugrube eingemessen, Höhen werden festgelegt und ausgeschachtet. Die Baugrube wird ringsherum ca. 2,80m breiter ausgeschachtet, um mit einer 60° Böschung den Arbeitsbereich herzustellen. Für diesen Bereich verbleibt der Aushub für die spätere Verfüllung auf dem Grundstück. Der übrige Boden wird entsorgt. Sobald die Baugrube fertiggestellt ist, wird eine Schotterschicht von ca. 5 bis 10cm eingebracht und verdichtet. Danach ist der Tiefbauer bis zur Verfüllung des Arbeitsbereiches mit seiner Arbeit fertig.

 

 

 

Betonbau

 

 

 

Die Bodenplatte wird von dem Betonbauer eingemessen, um die Randschalung fachgerecht aufstellen zu können. Wenn die Randschalung steht, wird eine PE-Folie ausgelegt und an der Randschalung befestigt. Diese sorgt dafür, dass kein Wasser in die spätere Dämmung läuft. Danach wird die Dämmung, eine weitere Folie und die Bewehrung nach den statischen Anforderungen in zwei Lagen ausgelegt. Nun wird WU-Beton C 25/30 XC 4 in die Schalung gegossen, ca. 25 bis 28cm, so dass die vorgegebene Höhe Oberkante Bodenplatte vom Vermesser erreicht ist. Sobald der Baukörper im Rohbau steht, schalt der Betonbauer die Treppen mit einer Spezialschalung ein. Dann werden Baustahlmatten mit statischem Nachweis in die Schalung eingelegt und dann wird Beton C20/25 XC3 eingegossen. Somit ist der Betonbauer mit seiner Arbeit fertig. Wird ein Keller gebaut, wird in einem Abstand von 15cm, gemessen von der Außenkante Bodenplatte, ein Fugenblech in den Beton eingesetzt, damit die spätere Betonwand sich mit der Bodenplatte verbindet und für eine garantierte 100% Dichtigkeit sorgt. Nach dem Abtrocknen der Kellerbodenplatte werden die vom Betonwerk gelieferten Betonfertigteilwände mittels Autokran auf die Kellerbodenplatte gestellt und dort nach und nach verankert. Sind alle Elemente ausgerichtet und abgestützt, wird im Traktionsverfahren der Beton C25/30 XC 4 in die Wände gefüllt und mit einem Innenrüttler verdichtet.

 

 

 

Maurer

 

 

 

Sobald die Bodenplatte abgetrocknet ist und eine begehbare Oberflächenhärte hat, beginnt der Maurer mit seiner Arbeit. Plangemäß werden vom Ytong Werk die Bauteile für die einzelnen Geschosse (Wände und Decken) angeliefert. Zunächst werden die Wandelemente in Position gebracht und in ein Mörtelbett gestellt, ausgerichtet und mit den anderen Wandelementen nach und nach an der Längsfuge verklebt. Danach werden die Deckenelemente aufgelegt und passgenau aneinandergeschoben. Als nächstes wird dann der gedämmte Deckenrandstein aufgesetzt. Nun Ringanker erstellt, es werden Moniereisen 12 und 10mm Durchmesser rundherum und durch die Fugen der Elemente verlegt. Dieses wird dann mit Feinbeton vergossen. Dieser Ablauf setzt sich dann in jedem Geschoss fort. Sind alle Wand und Deckenelemente verarbeitet, hat der Maurer seine Arbeit erledigt. Wir ein Keller gebaut, werden als erstes die Innenwände im Keller aufgestellt und die Kellerelementdecke verlegt.

 

Trockenbau